Wir hatten am 7.11. ein Schulungstreffen in unserer Gemeinde. In der anschließenden Zeit von Gebet und Singen zeigte mir der Geist Gottes dieses Bild:
Jesus setzte sich für Menschen ein und wollte sie retten. Dafür bezahlte er mit dicken Goldstücken. Wir waren „irgendwie“ eine Etage tiefer (auf der Erde) und mussten für die Rettung dieser Leute ebenfalls einen Einsatz bringen. Als wir unsere Münzen „zahlten“ sah ich, dass es billige, polierte, verbeulte Blechmünzen waren.
Es war klar, dass unser Betrug der Grund war, warum das mit der Rettung der Leute nicht funktionierte.
Die Auslegung:
Jesus hat mit seinem Blut das Lösegeld für alle Menschen bezahlt. Und er bringt für seine Kinder sogar weiterhin einen Einsatz im Himmel (Rö 8,34: „Christus Jesus ist es, … der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet“). Es geht Gott um die grundsätzliche Errettung noch Verlorener und um die „Errettung der Gläubigen“ (1Tim 4,10) in ihren Lebenssituationen. Beides liegt Ihm am Herzen. Und er investiert sich dafür im unsichtbaren mit ganzem Einsatz, ganzem Herzen, mit „Eingeweiden der Barmherzigkeit“. Desshalb waren die Münzen aus Gold : echter Wert, gereinigtes Material, ganzes Herz, „Herrlichkeit“.
Damit der Einsatz Jesu jetzt zu einer realen Erfahrung auf der Erde wird, muss die Gemeinde auf der Erde handeln, z. B. für die Sache beten und Gottes Wort darüber im Herzen bewegen, glauben, aussprechen (proklamieren) und entsprechend handeln. Sein Wille soll so, wie er im Himmel geschieht, auch auf der Erde geschehen. Was wir da konkret tun sollen muss und will Er uns zeigen, dafür will er mit uns reden. Und wir müssen dann gehorchen.
Und das ist der entscheidende Punkt in dieser Vision: Unser Gehorsam, unser Einsatz entspricht nicht dem Einsatz von Jesus. Wir sind frech und dreist oder unwissend und planlos, dass wir meinen, mit so einem billigen Blechding Gottes Ergebniss zu erzielen. Das Schlimme war, wir meinten das wirklich ernst. Es war unsere Gewohnheit. Wir hatten gar nichts anderes einzusetzen!
Es geht nicht darum, dass wir durch „Werke“ Gott zu etwas bewegen wollen oder ein Opfer bringen müssen. Aber Paulus spricht von einer „Tüchtigkeit von Gott“, dass er durch die Gnade mehr gearbeitet hat als alle. Und er redet von Menschen, die im Herrn gearbeitet haben (wörtlich: Mühe gehabt haben). Z.B. „Tryphäna“ und „Tryphosa“ und „Persis“ (Röm 16,6). Vielleicht kennen wir desshalb ihre Namen nicht, weil wir ihre Mühe nicht kennen. Wir kennen nur die Namen der Profis, wie z.B. Timotheus und Paulus und so gerade noch Epaphroditus.
Jesus sagte zu den Jüngern:
„Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt.
Da sprachen die Jünger zueinander: Hat ihm wohl jemand zu essen gebracht?
Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.“ Joh 4,32-34
Wir brauchen in unserer Gesinnung ein update.
„Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus <war>…“ Phil 2,5
„Denn Ausharren habt ihr nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt.“ Hebr 10,36
„Wer sagt, daß er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.“ 1.Joh 2,6
Völlig klar, dass das für Menschen unmöglich ist. Aber was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.