Wer …?

Wer gehört mir?

die Zeit der Diebe

Fangt die Diebe unter Euch.
Sie nehmen mein Leben, empfangen Gnaden, lassen sich retten …
aber behalten sich selbst und alles nur für sich selbst.
Stellt sie und belehrt sie. Und bringt ihnen bei die „Gesinnung von Gerechten“.
Ich werde richten, Euch und alle.

Was denkt Ihr über mein Gericht?
Wie redet ihr darüber?
Bin ich nicht verachtet unter Euch?
Ist das meine Güte und Liebe, dass ihr meine Schätze plündern dürft und Euch und alles ganz für Euch behalten wollt?
Schluss damit!
Setzt dem ein Ende!
Nennt ihr diese Zeit das „Zeitalter der Gnade“?
Ich nenne es „die Zeit der Diebe“.
Macht diese Zeit zu einer „Zeit des Besitzrechtes“, nennt sie „Gottes Eigentum“, „alles Ihm“ und „Besitzer ist Christus“.
Ihr könnt keine finstere Welt von Lügnern und Blinden zum Leben erwecken, wenn ihr mich und alle in Blindheit belügt.
Du magst das nicht gerne hören? Frag mich mal!
Wer gestohlen hat stehle in Zukunft nicht mehr!
Sei Du mein Eigentum.

(Nach diesem Wort sehe ich Bollwerke und hohe Mauern und Wachtürme des Feindes zusammenbrechen – mitten in der Gemeinde! Einige stehen auf aus dem Schutt und verlassen diesen Ort. Es war ein Ort des Unrechts, nicht das Haus Gottes.
Die Befreiten des Herrn sammeln sich und werden zu etwas Neuem gebildet, das sich zusammensammelt draußen auf der Straße. Das alte, was sich „Gemeinde“ nannte, ist wütend und der Feind selbst schwingt daraus eine Peitsche über die Häupter der Entkommenen. Das schadet denen aber gar nicht und sie bemerken es kaum. Sie sind völlig aufmerksam auf den Meister selber, sitzen zu seinen Füßen, lernen und hören … und gehen und tun, was er ihnen gesagt hat. )

„… gebt dem Teufel (Diabolos) keinen Raum!
Der Stehlende stehle nicht mehr,
sondern mühe sich (ermüde sich) vielmehr
und wirke mit seinen (den eigenen) Händen das Gute,
damit er dem Bedürftigen mitzugeben (zu geben) habe!“

Epheser 4,27.28

… seid gute Freunde

Ich bin „out on the lake“, mein Vater ist mit im Boot. Sonst ist das Wasser immer glatt und ruhig. Heute wackelt das Boot etwas und kleine Wellen sind auf dem Wasser. Ich überlege und denke, dass jemand durch das Wasser zu uns kommt. Der Vater sagt: „Jemand kommt zu Dir. Es wird schwierig für Dich, wenn Du ihn Dir in menschlicher Gestalt vorstellen willst. Es ist der „Geist Gottes“. „
Ich bin erstaunt und sehe, wie jemand ins Boot steigt und uns gegenüber Platz nimmt. Der Vater steht auf und tauscht mit dem Besucher den Platz, so dass er jetzt neben mir sitzt.

„Du weist, wer das ist?“, fragt mich der Vater. Ich schiele aufgeregt und lächelnd neben mich und nicke. Ich versuche, den Geist zu „erkennen“ – es laufen lauter Bilder durch meine Gedanken, aber keins hält an: Feuer, Taube, Lamm, Löwe, Wasser …
Ich bin traurig, weil ich erkenne, dass ich ihn nicht kenne, noch weniger als den Vater oder Jesus.
„Ist nicht schlimm“, sagt der Vater: „Er kennt dafür Dich. Er ist hier, um das zu übernehmen mit dem Erkennen. Er ist darin sehr gut. Er ist der Geist der Weisheit, der Geist der Offenbarung, der Geist, der dir den Schleier nimmt und Dir zeigt, wie alles wirklich ist.
Ich möchte, dass ihr gute Freunde seid – keiner ist, wie er.“

du wirst geschmolzen und ausgegossen

Ich sah eine Form, in die flüssiges Metall gegossen werden sollte. Die Form war gebogen, unregelmäßig, hatte Verdickungen, war selber aus Metall gegossen worden und außen nicht geschliffen oder bearbeitet. Die äußere Oberfläche sah aus, als wäre das Metall der Form in eine Flüssigkeit gegossen worden und dort erstarrt. Oben die Aushölungen waren bearbeitet und sahen aus wie ausgeschliffen. Sie waren jedoch auch rauh.
Dann kam ein metallener Becher, in dem Gottes Gemeinde war . Wir wurden in dem Becher geschmolzen und wurden in die Form gegossen.

Der Herr begann über die Form zu reden:
Die Form ist alt. Ihr habt keine Ahnung, wie alt. Ihr würdet euch fürchten, wenn ihr erkennen würdet, wie alt sie ist.
Das, wo hinein ihr gegossen werdet – diese Form ist gegossen in reine Wahrheit und geschmiedet mit meinem Herzen und geformt durch mein inneres Umkrempeln der Eingeweide vor Barmherzigkeit. Diese Form ist mein Werk. Der Guss, der in sie gegossen wird, wird ebenso mein Werk sein – meine Braut, die man „Gemeinde“ nennt.
Sie wird vollendet sein – mein Werk. Alle, die sich an ihr vergreifen, ihre Form bestimmen wollen entgegen meiner Form – sie werden an der Form zerschellen – auf sie geschmettert werden und zerschellen. Fürchtet euch davor, meine Braut formen zu wollen nach Eigenwillen. Strebt danach, ihr zu ihrer Form zu helfen durch Offenbarung und Wahrheit. Das ist leicht und das kann jedes Kind. Redet nicht davon, dass alles schwer, schwer, schwer ist. Schwer ist, keinen Anteil zu haben an dem Werden und der Erfüllung und Vollendung. Gib Dich mir, lass Dich in den Becher pressen und darin schmelzen. Gib Deine eigenen Pläne auf und gib Dich mir und dieser Braut.
Du kannst mich hören! Ich werde Dich zu allem rufen, worin Du sein musst. Ich werde Dich rufen und ich werde flüstern in Dir – Du meine Freude!

… kein Sieg für irgendeine Finsterniss

Die Erde dröhnt
vom Stampfen der Horden der Finsternis
Herzen von Helden zittern
und wissen nicht
dass sie Licht sind
in Gleichheit des Sohnes Gottes geboren
geboren aus Gott

Blicke hin auf das Wort
schau es an mit deinem Herzen
nimm es als Deins
und mit fröhlichem Vertrauen sprich es hinaus aus Deinem Mund
und lass es zischen – dieses besonders scharfe Schwert –
durch den Bereich der Lüfte
in dem es den Feind scheucht und weit zurück schlägt

Denn wer bist Du
wenn nicht der von Gott gesandte
der aus Gott und vom Himmel geborene
der Priester und geheiligte König
der mit Vollmacht über allen Feind bestückte Botschafter
das von Gott wahrhaftig heiß geliebte Kind
- erkennst Du Dich?

Ich sehe Dich im Nebel
verwirrende Flüsterungen dämonischer Geister säuseln um dein Ohr
und dringen ein
und lähmen jeden Mut
und reißen nieder wahre Hoffnung
bis auf den Grund
und senden hin gefällte Riesen
befleckte Edelsteine
verblendete Sterne
in einen verlorenen Kampf
von Niederlage zu Niederlage
von Schande zu Schande
gekettet an Sünde und Sucht

Wach auf, steh auf
Steh auf und stell Dich auf Deine Füße
und sag mit Einsicht: „Ich bin das nicht,
bin weder schwach noch tot – doch bin ich
wahrlich wahrlich alles, was über mich geschrieben steht
in Gottes Wort
Und wie ich einmal Jesus ansah und vertraute,
dass er mein Retter und Erlöser ist,
so sehe ich ihn an und glaube
dass er auch jetzt und gerade heute hier
mein lebender Erretter ist
mein Bruder auf dem Thron
Vollender meines Glaubens
Hirte meiner Seele
Haupt und Führer der herrlichen Gemeinde
die Sein Körper ist in dieser Zeit und Welt
in den hineingetauft ich lebe
als Sein Eigentum und Seine Gabe
an die Welt umher“

Und es dröhnte von flüchtenden Horden die Erde
die flohen vor Deinem Licht
und fanden nicht mehr Platz und Ruhe
weder in Deiner Nähe
noch in dieser Welt
Denn das Ende ist bald
und es fand sich kein Sieg für irgendeine Finsterniss

… sie ist dein Leben!

Gestern unterhielt ich mich mit Lennart. Er seufzte, weil er ab Montag wieder in die Schule muss. Ich merkte, wie ich mich freute, dass er dieses „Leiden“ aushalten muss. Ich dachte laut und weil ich selber ohne die Zucht nicht mehr leben würde (nehme ich an), sagte ich zu ihm, dass diese Zucht sein Leben ist. Ich schaute ihn an und fand es selber komisch: „Wieso wird gesagt, dass die Zucht unser Leben ist, wenn es doch im Neuen Testament heißt, dass Jesus unser Leben ist?“

Wer klug ist und am Ende auf ein gut gelebtes Leben zurückblicken will, der bittet Gott ausdrücklich darum, ihn zu richten, d.h., ihn auf den richtigen Weg zu bringen, dass er ihn tatsächlich geht.
Hast du Angst dafor? Gute Nachricht: Die hast Du nicht, weil die Erziehung so schlimm ist – selbst wenn sie schlimm ist – sondern, weil Du die Liebe Gottes noch wenig kennst. Die treibt die Angst nämlich weg. Übrig bleibt dann nur Gutes, z.B. Vertrauen und Staunen und Bewunderung. Raphael hat auch erzählt, dass er schon um Gottes Gericht für sich gebetet hat.

Mir kommt ein verwegener Gedanke: Wenn ich jetzt um Gottes Gericht bitte, dass er mich zurecht bringt, dann – nehmen wir mal an – tut er das. Wenn ich dann aber direkt schon weiter darum bitte, geht es bald schon weiter. Und wenn ich nicht gebetet hätte, wäre die Erziehung weniger streng gewesen? Ja! So grade das Nötigste, was man Kindern, die nicht vertrauen, zumuten kann.
Wenn ich um Sein Gericht an mir bitte, entschließe ich mich damit zu Vertrauen und zu Hingabe an Gottes Werk. Dieser Glaube empfängt.

Spr 4,13
Halte fest an der Zucht, laß nicht ab! Wahre sie, denn sie ist dein Leben!

Spr 5,22-23
Seine eigenen Sünden fangen ihn, den Gottlosen, und in den Stricken seiner Sünde wird er festgehalten.
Ein solcher wird sterben aus Mangel an Zucht, und in der Größe seiner Narrheit taumelt er dahin.

Tit 2,11-12
Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend allen Menschen,
und unterweist (erzieht, züchtigt) uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in dem jetzigen Zeitlauf,

Apg 24,25
Als er (Paulus) aber über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit (wörtlich heißt das sowas wie ‘Innen Kraft zum Herrschen haben’) und das kommende Gericht redete, wurde Felix mit Furcht erfüllt …

Joh 1,4
In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Joh 3,36
Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Joh 5,25
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, daß die Stunde kommt und jetzt da ist, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben.

Joh 11,25
Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben …

Joh 14,6
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

im Himmel angekommen … eine verstörende Geschichte

Eine Glocke erklingt – zwei kurze Schläge – wie eine Schiffsglocke.
Ich sehe die Spitze eines Schiffes, dass durch ein wirres Meer stößt und vorwärts dringt – keine ruhige Fahrt aber auch kein bekannter Sturm – es ist kein Wasser, es sind Gebilde, als wären sie fest, es ist ein chaotischerZeitlauf, Unberechenbarkeit, Ereignisse, die sich aufbäumen, wie zu hohen Wellen und Türmen und dann plötzlich in sich zusammenbrechen. Wir fahren daran vorbei, als wäre es nur Film. Und ich schaue und gaffe und denke, dass das ja alles ganz einfach geht. Ein Abgrund tut sich plötzlich auf – und glühendes Magma dringt bis fast an die Oberfläche – aber das Schiff steuert einfach darauf zu, lässt sich dadurch nicht beinflussen und fährt mitten durch diese gespaltene, aufgerissene Erde hindurch und stürzt nicht und verbrennt nicht – bleibt unberührt davon als wäre der Abgrund nur Illusion. Aber er ist echt, seine Hitze lässt die Luft flimmern, als wir darüber fahren. Und es riecht danach. Alles, was nicht in dem Schiff ist und in die Nähe der Szene gerät verglüht oder wird in den Abgrund gezogen. Er ist da zur Zerstörung von Menschen. Die Glocke klingt wieder, zwei mal. Ich denke gerade, dass wir uns ja jetzt irgendwann mal um die Menschen kümmern müssen, die in dem Chaos dieses Meeres untergehen und von seinen Trümmern, Katastrophen, Beben und Verwüstungen getötet werden. Aber plötzlich verlassen wir diese Meerwüste der Zerstörung, fahren aus einem großen Nebel heraus auf spiegelglatte See – ohne Wellen, totale Ruhe und viel Licht. Ich sehe unsere Ankunft in einem Hafen kommen und merke, dass hier was schief läuft. Darf das Boot wirklich schon ankommen? Haben wir einen Auftrag erfüllt?
Aber es gibt keine Möglichkeit, das Schiff zu wenden. Wir erreichen das Ufer. Wir werden schon erwartet, werden empfangen und verlassen das Boot. Jesus ist da und viele Heilige und begrüßen uns und sie freuen sich uns zu sehen. Dann sehen sie leere Sitze auf dem Schiff, auf denen auch während der Fahrt niemand gesessen hatte. Sie fragen uns, wo die anderen sind. Und wir sagen, dass ein Teil vom Schiff gestürzt ist und von den anderen, die da fehlen, wissen wir nichts. Wir kennen nicht mal ihre Namen. Jesus hat eine Bordliste mit allen Namen. Er ist erschüttert und blickt in die Richtung, aus der wir gekommen sind. In seinen Augen sind Tränen. Er hebt seine rechte Hand an und schaut auf die Wunde. Sie ist wie frisch – ein Loch durch seine Hand. Ich weiß, was er jetzt denkt: Sein Leiden war für alle. Es fehlen zu viele. Dann steigt er ohne ein Wort in ein kleines Boot. Mit einem langen Stab stößt er sich vorwärts (als wäre das Wasser so flach – aber der Stab ist so lang) und fährt los in Richtung des Nebels, aus dem wir gekommen sind. Er will zurück, dahin, wo die Menschen sterben. Als er ablegt mit seinem kleinen Boot schaut er nicht zurück. Er bittet auch niemanden, mitzukommen. Aber in dem Boot sind zwei Sitzbänke. Jeder kann es schaffen mit einem kleinen Anlauf in das Boot zu springen. Und die Sitzbänke erscheinen plötzlich so, als wäre der Blick des Himmels nur auf sie gerichtet. Und die Sitze lachen und rufen uns leise zu: Komm, spring! Lauf und spring! Gleich sind wir weg. Spring jetzt!

Die, die gesprungen sind, verlieren gerade ihr eigenes Leben und lernen, dem zu gehören und für den zu leben, der sie teuer freigekauft hat. Manche sind so schwache Gestalten, dass sie von anderen verachtet werden. Aber sie sind Gottes Helden. Diese „Gesprungenen“ leben nicht mehr für sich. Sie werden durch Kirchen und Gemeinden gehen und manchmal werden dort wenige sein, von denen sie geliebt werden. Sie werden manchmal sogar bespuckt – von Besuchern der Gemeinde, die eine Bibel in der Hand halten. Pastoren und Älteste mit harten Herzen werden vor ihnen warnen. Wehe dem, der einen von ihnen zu Fall bringt. Wehe dem, der diese Schwachen entmutigt und sie dazu bringt aufzugeben. Wehe dem, der böse Worte über diese Kleinen redet.
Und wenn Du keiner dieser Kleinen bist, dann schaue aus nach ihnen, diene ihnen und hilf ihnen weiter. Du weißt ja, sogar für einen Becher Wasser kann man belohnt werden, wenn man ihn jemandem aus dem richtigen Motiv gibt.