Morgenlied auf Klavier

Jesus sitzt an einem Flügel. Er spielt zweihändig.
Die Melodie ist ruhig. Sein Spiel beginnt in der Mitte der Tastatur und nimmt dann zu an Kontrast zwischen den tieferen Tönen der linken und den höheren Tönen der rechten Hand. Die hohen Klänge sind eine deutlich ausgeprägte Melodie. Sie sind Dein Leben an der Oberfläche, das, was man von Dir erlebt, die „Werke“. Es wird eine klarere Ausprägung im Handeln Seiner Nachfolger geben.
Die Klänge der linken Hand gehen mehr und mehr in die Tiefe. Es ist die Verzweigung und das Wachstum der Wurzeln, das Vordringen in die Tiefen des Lebens, das Aushalten der Wahrheit bis auf den Grund, wo es um Tod und Leben geht und wo wenig „egal“ ist und von wo die Bereitschaft kommt, sein Leben zu geben und ganz Ihm zu gehören. Hier, in den Tiefen Tönen schlägt er zeitweise nur eine Taste an. Es gibt Zeiten, da geht es in den tiefen „Herzfeldern“ Tage und Wochen lang – oder länger – nur um eine Frage in deinem Leben.
Unser Leben ist unausgeglichen, wenn wir nur eine Seite der Klänge hören wollen und wahrnehmen.
Ich sehe, wie Jesus konzentriert die hohen Klänge eines Leben spielt und dabei weint. Er weint, weil er wichtige Harmonien und wunderbare Tonfolgen, die zu dieser Person gehören, auslassen muss. Sie können nicht gespielt werden, weil die Töne der Tiefe nicht gespielt werden können. Die tiefen Klänge sind das Fundament, die Grundlage, die Quelle.
Du kannst um die Tiefe bitten, Du kannst Gott einladen, die Tiefe auszuspielen, wie er es will.
Behalte die Tiefe für Dich. Man muss nicht alles erzählen. Manches ist eine Sache, die nur Jesus und Dich angeht.
Tiefe Töne, Jesus spielt, der Geist ist es der redet und es hört sich an, als spricht der Vater:

„Jaaaaaaaaaaaaaah,
es gibt ein „Ja!“ im Himmel zu Deiner ganzen Person.
Jaaaah, es gibt ein „Ja“ für Dich, von Dem Du leben kannst.
Auf dieses „Ja“von mir kannst Du Dich immer fest verlassen.
Auf diesem „Ja“ von mir kannst Du zur Ruhe kommen – immer.
Ein vollkommenes Opfer wurde gründlich hingegeben.
Blutig war der Tag des Sohnes – schmerzvoll ohne Schreien.
Heute auch, genau grad jetzt gilt maßlos diese Nachricht.
Du gehörst zu den Erlösten – Du hast Dich anvertraut.
Du hast dem Sohn geglaubt. Sein Bruder bist Du jetzt.
Einen Bruder hat das Lamm?
Einen Bruder hat der Löwe?
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!!! Viiiiiiiiieeeeeeeeeeeeele!!!
Schwestern und Brüder: Jetzt sind sie da und füllen die Erde.
Meine Kinder! Meine Kinder! Meine Kinder!
… (hohe Töne, kraftig angeschlagen):
lauft an diesem Tag, nehmt meinen Namen mit, strahlt und erhellt die Erde, zu meiner Ehre.“

Ich sehe, wie einer mit seiner Hand voll reinpackt in eine Schüssel mit Erdnussflips und sich die übertrieben Ladung hemmungslos in den Mund stopft. Es fallen wohl einige daneben, aber er ist fröhlich am mampfen – und es tut ihm guuuuuuuut. Es ist das Wort Gottes, und er isst reichlich, eine gute Ladung.
„Das Wort des Christus wohne reichlich in euch.“ Kol 3,16
Und dann streckt er seine Arme zum Himmel und öffnet seinen Mund und es steigen und schweben „Flips“ nach oben. Sie kommen aus seinem Mund und steigen auf zu Gott: Es ist Dank und Anbetung, es ist Gebet, das aus Seinem Wort entsteht.
„… indem ihr überreich seid in Danksagung!“ Kol 2,7

den Helden Sein Morgenlied

(Trommelwirbel von vielen Snare-drums, ein weiteres Instrument schafft einen spannungsvollen Rhytmus – Szene einer Parade: links stehen die Trommelnden und andere, alle in strahlend weißer Uniform mit weißer Kapitänskappe. Helle Sonne taucht alles in warmes Licht und blinkt an Mützenschirmen und Säbeln und Schnallen. Die Reihe der so  festlich gekleideten Soldaten bildet eine Linie, die nach hinten auf einem langen Platz verschwindet. Von dort kommt eine Gruppe von Personen und schreitet die Reihe entlang. In ihrer Mitte und anführend geht der Herr selbst. Er schreitet bis zu einem Punkt, nimmt dann sitzend Platz vor versammelter Mannschaft und schaut seine Soldaten an – jedem einzelnen blickt er sehr persönlich ins Gesicht – egal wie weit er entfernt steht. Alle erwarten den Tagesbefehl, eine Erklärung des Auftrags von ihrem Herrn, dem Anführer des Heeres des Himmels, den sie lieben und verehren.
Da legt sich der Herr eine Geige auf die Schulter und setzt an um zu spielen. Er hat noch nicht begonnen, da fangen schon viele seiner Treuen in ihren Reihen an zu weinen. Seine Liebe breitet sich aus wie ein Duft oder ein Nebel und durchdringt sein ganzes Heer. Viele der Kämpfer werden unruhig, es drängt sie, nach vorne zu stürmen und ihren Herrn zu berühren, ihm zu Füßen zu fallen, sich vor ihm nieder zu werfen, ihn zu umarmen …
Aus einer hinteren Reihe brüllt eine Stimme laut: „Jesus!
Da kommt ein breites Lächeln auf viele Gesichter und ein Murmeln und kichern schwillt kurz auf. Auch der Herr lacht freundlich und versteht sehr. Dann wird es wieder ruhig. Und der Herr beginnt zu spielen. Er führt den Bogen und die offene Durchbohrung an seiner Hand wird sichtbar. Er spielt ein Lied für Seine Schwestern und Brüder, die wie er Kinder des Vaters sind, aus Gott geboren.
Lange tiefe Töne erklingen, viel zu tief für eine Geige – und Töne folgen. Ihr Schall zittert durch die Luft dringt sanft in alle Ohren und durch alle Herzen. Dort werden die Töne zu Worten und der Herr singt so jedem ein persönliches Lied.

Für Dich, für Dich,
für Dich wachte ich auf an einem Morgen.
Für Dich, für Dich,
für Dich stand ich da auf und sah mein Sterben.
Mein „Ja!“, mein „Ja!“,
mein „Ja!“ galt Dir, denn Dich wollte ich haben.
So nimm, so nimm!
So nimm nun meine Liebe an und trinke.
Vergiss Dein Sorgen, lass die Sünde,
hör mir zu und lebe.
Dieses weite Land gebe ich Dir.
An diesem heutigen Tag gib Du Dich mir.
Ich bin in Dir
und bleibe.
Bleib Du in mir – zu Deiner und meiner Freude.

Papas Abendlied

Bist Du in Gedanken
schon bei dem neuen Tag?
Zählst Du noch nach,
wie groß die Fehler heute waren?
Komm! Lass Dich ansehn von mir.
Lass mich Dich halten
in meinem Arm – ganz fest.
Lass mich Dir sagen
sehr flüsternd in Dein Ohr:
Ich habe Dich gewollt,
ich hab von Dir geträumt,
hab mir Dich vorgestellt
und nannte heimlich Deinen Namen.
Ich rief Dich immer schon
und wollte bei Dir sein -
jetzt bist Du da -
jetzt bin ich da!
Jetzt sind wir hier,
zusammen sind wir hier.

Wer bist Du?

Ich möchte staunen
über Deine Größe,
will merken, wie mir vor Überwältigung der Unterkiefer meinen Mund offen hält,
weil ich etwas mehr erkenne von Deiner Pracht.
Ich möchte erleben, wie meine Muskeln zittern,
weil mein natürliches System meines Körpers durch die Offenbarung, die Der Geist gibt, sich in Konfrontation sieht mit Deiner herrlichen, ewigen, strahlenden Realität.
Ich möchte schallend lachen weil ich erlebe, wie Du meine Welt betrittst und mein Verstand plötzlich meint, er müsste ohnmächtig werden, weil er erkennt, dass er so dermaßen überhaupt keine Ahnung hat von der Gegenwart Deiner Majestät und über alles überlegenen Königlichkeit.
Alles in mir hat sich verrechnet, denn ich habe nicht mit Dir gerechnet, denn ich habe Dich nicht erkannt.
Wie konnte ich ahnen, dass Du aus dem Plätschern und Gurgeln und Gluckern der Bäche, aus ihrem Rauschen und Sprudeln ein Lied erschaffen hast, dass singt und fest und sicher tönt und verkündet, dass Gott der Herr ist, dass die Erde dem Schöpfer gehört und ihr Anfang und ihr Ende in Seiner Hand sind.
Woher sollte ich wissen, dass das Rauschen aller Blätter in ihren vielen eigenen Stimmen eine Synphonie von ergebenen Chören ist, die rufen und verkünden: „Ehre! Ehre! Ehre!
Ehre dem, der alles schuf, der jedem Teil seine Gabe gab und seinen Platz und der in Güte und Weisheit unser aller Treue und Vertrauen lenkt zu seinem großen Werk – dass wir nicht ahnen, das wir nicht kennen, von dem wir nur sicher wissen: Das muss herrlich sein!“
Ich will Dich erkennen. Ich will Dein Sein. Ich will mit Dir gehen und mich mit Dir bewegen und von Dir bewegt werden.

Wer bist Du?

Ich will Dich!

Was nennst du „Risiko“?

Während der Fahrt zu meiner Arbeit (am Do. 16.3.07) redete ich mit Gott über eine Sache, in der ich und meine Frau eine im natürlichen betrachtet riiiiiiiieeeeesige Entscheidung treffen müssen. Es geht um einen Hauskauf. Gott hatte zu der Sache in den letzten Wochen und Monaten viel geredet.
Ich sagte zu Gott, dass wir ja ein großes Risiko eingehen würden. Daraufhin entgegnete der Herr etwas. Es war nicht wirklich eine Frage. Die Art, wie er es sagte war klare Fassungslosigkeit. Ich merkte, dass er meine Ansicht als erschütternd verirrt ansah, es war so, als ob mein Gedanke über das Risiko ihn kränkte, dass ich ihn damit in einem sehr schlechten Licht darstellte. Wo ich es jetzt aufschreibe muss ich weinen.
Dies war, was er sagte:

„Du gehst ein Risiko ein, wenn du mir folgst?“

Und er wiederholte und steigerte dabei den Ausdruck der Fassungslosigkeit:

„D u g e h s t e i n R i s i k o e i n, w e n n d u m i r f o l g s t ?“

Seine Herrlichkeit. Wenn wir bei ihm sind. Wenn wir uns Sorgen machen.

Meine Herrlichkeit ist meine dichte Gegenwart bei Euch.
Wenn ihr meine Nähe sucht und bei mir seid, wenn ihr es wollt und liebt, mit mir zusammen zu sein, dann bin ich ganz aufmerksam und bin da.

[ Ich hatte den Eindruck, dass Gott es hasst, wenn wir sagen, dass wir „uns Zeit nehmen für Gott“ – es ist eine Sache ohne Herz, die nur Stolz hervorbringt und aus Angst geboren ist. ]

Es kann sein, dass ihr nichts merkt.
Aber ich bin dann besonders bei euch –
ich wähle das, mit meinem Gesicht bei euch zu sein -
auch, wenn ich überall sein kann.
Ihr merkt vielleicht nichts,
aber ich schaue euch an,
höre euch zu,
halte eure Hand,
schaue, wie ihr durch mich durchschaut,
höre euer Herz,
kenne euch ganz
und beginne, euch zu führen, zu locken
und will mit euch fort.
Aber ihr hattet damit begonnen, ihr wolltet zu mir.

Was ist, wenn ich zu euch will?

Dann komme ich mit meiner Herrlichkeit,
mit so viel Pracht und Glanz im Unsichtbaren,
dass die Engel in der ganzen Gegend toben vor Aufregung.
Keine Finsternis hält es da aus, Dämonen verlassen fluchtartig lang besetzte Behausungen.
Wenn ihr euch sorgt und bekümmert seid, ist euer Herz meistens weit weg von mir und ganz alleine unterwegs.

was geht am Eselsohr?

diesen morgen vom Bahnhof kommend und Till zum Zug gebracht habend dachte ich an das Ohr des Esels. Die Freundlichkeit dieser Szene ist Balsam für mich. Dann sah ich einen Angriff des Feindes, wie er das Reden des Herrn stört:
Da saß was in den hellen Haaren an der Spitze des Ohres. Ich wusste, dass ein Angriff passiert. Es war allarmmäßige Stimmung. Es gab ein „zoom in“ und ich sah die Fliege. Sie machte Töne, störende Töne. Ihr „BrZZZZZZrrrZZZBrrrrrrooorrZZZZBRRRpffrrr…“ störte schon enorm vom Krach her. Wenn jetzt der Herr freundlich und in großer Ruhe füsterte, selbst ganz nah am Ohr, dann war kaum was zu verstehen.
Fast noch schlimmer war dies an der Fliege: nicht nur dass sie die Ruhe des Redens Gottes stört, sondern sie redet Inhalte!
Sie ist wie ein Minnisender und labert Gedanken zu allem Möglichen. Sie beeinflusst Menschen. Es gibt viele von diesen Fliegen, wer mehrere zu lange am Ohr hat, wird wahrscheinlich „eingeliefert“. Ich sehe in einem Aufenthaltsraum einer Klinik für psychisch Erkrankte, wie um die Köpfe mancher Patienten kleine Schwärme schwirren, wie im Sommer um die Köpfe der Kühe. Eine weitere Szene ist mir vor Augen: in einer Fußgängerzone hastet ein scheinbar „erfolgreicher“ Geschäftsmann in seiner Pause durch die Statt und die Fliegen umschwirren ihn . Seine Entscheidungen und Vorhaben werden durch ihr Reden manipuliert.
Ich erinnere mich, dass in einer Bibelübersetzung steht in den Anmerkungen, dass der Name „Beelzebul“ (o.ä.) für den Teufel wörtlich übersetzt „Herr der Fliegen“ bedeutet. Bin mir nicht ganz sicher.
Herr, was sollen wir tun?
„Nehmt jeden Gedanken unter Eure Kontrolle. Erlasst einen Befehl, dass nur das reden darf zu euch, was dem Christus gehorchen will. Betet: „Ich will Wahrheit“. Das ist wie ein Haarspray, dass die Fliegen nicht riechen mögen. Der Helm des Heils ist rettend. Er hat ein eigenes Lied, dass von Hoffnung, Sieg und Rettungen handelt. Das hassen die Fliegen. Das Schwert des Geistes hassen die Fliegen, als wäre es eine Präzisions-Fliegenklatsche“.

Danke, Herr, dann sind wir ja gut ausgerüstet!
„Ha, ha! Ihr seid sehr gut ausgerüstet. Ergreift die Waffen, probiert sie aus und übt euch im Siegen. Der Kampf tobt schon, der Krieg hat längst begonnen. Betretet die Schlacht und seid heldenhaft. Wo ihr geht und steht und mir folgt, kann kein Feind bleiben.“

am Ohr des Esels

Der Herr lehnte sich (so sah ich es in einem „inneren Bild“) an den Hals eines Esels, auf dem er saß. Er neigte sein Gesicht sehr nah an das große Ohr des Esels. Er schaute sehr freundlich und lachte ein bischen. Er sprach mit dem Esel, er flüsterte in sein Ohr. Ich konnte das Ohr von ganz nah sehen und hörte das hauchende Flüstern:

„Wer darf alles reden in dein Ohr? Wenn Du möchtest, dass es dir gut geht, dann musst du schon aufpassen, wem du zuhörst. Viele deiner Schmerzen sind genau hier herein gekommen. Ich habe euch gesagt, dass ihr aufpassen sollt wie ihr hört und was ihr hört.
Meine Worte machen dein Fell glänzend und sind ein Licht für deine Hufen.
Wenn du auf mich hörst, mir zuhörst und auch tust was ich dir sage – man wird dich „glücklich preisen“. Andere werden sehen, dass du gesegnet bist. Mein Segen auf dir wird sehr stark sein. Wo sie alle scheitern wirst du bestehen. Wo sie sich fürchten und aufgeben, wirst du wissen, was du zu tun hast. In ihrer Ratlosigkeit bietest du ihnen eine Antwort an. Und du kannst ihre Gefangenschaft wenden und beenden. Meine Worte sind Leben. Wenn du sie weitersagst, spendest du Leben. Du bist mein Guter. Komm und gewöhne dich an meine Stimme. „

Und der Esel lief mit eiligen aber kleinen Schritten weiter und trug seinen Herrn sehr fröhlich zu neuen Taten.