Ich sehe mich, wie ich am Banner stehe. Es ist das Feldzeichen, eine Fahne an einer Stange, die in der Erde steckt. Von hier aus wird aufgebrochen zu Neuem. Hier wird sich gemeinsam gesammelt um gemeinsam geführt zu werden. Ich merke, wie ich mit Kraft den Bannerstab umklammern muss, um nicht von ihm fortgerissen zu werden.
Es ist um mich herum ein heftiger Wind, in dem Gegenstände fliegen, die mich treffen könnten. Der Wind ist die „Welt“. Es fliegen auch Worte in dem Wind, z.B. die Aufforderung, das Banner los zu lassen und die Behauptung, dass dieses Banner ein nutzloser Ort ist, dass hier nichts Wichtiges und Gutes geschieht. Es sind Worte der Verleumdung. Sie rasen, durch den Wind getrieben und treffen Menschen und reißen ihnen Kleidung in Fetzen und blutige Wunden.
Ich sehe, wie solche, die in Anbetung bleiben, von der Gegenwart des Geistes Gottes mit Salbe an den Wunden bestrichen werden, bevor das Gift der Verwundung das Herz erreichen konnte.
An dem Banner sehe ich Abdrücke von Händen, die das Banner vor Kurzem noch hielten, aber fortgerissen wurden.
„Gibt es ein Ende von diesem schlimmen Wind?“ frage ich den Herrn.
„Der Wind ist nicht schlimm!“ ist seine Antwort. „Ich habe nicht gesagt, dass ihr ermutigt sein sollt, weil ich die Welt beenden und vernichten werde. Ihr sollt ermutigt sein, weil ich die Welt besiegt habe.“
Ich merke, dass ich keine Idee habe, worin der praktische Nutzen eines Sieges von Jesus über die Welt bestehen könnte. Ich denke an die Wunden, die der Wind reißen kann und wie schwer er einem das Festhalten macht. Ich frage mich, was hier der Sieg von Jesus bedeutet.
„Geist Gottes, was bedeutet es, dass Jesus die Welt besiegt hat?“ frage ich.
Die Welt bereitet Qual und Schmerz. Sie ist der Suppentopf, in dem der Feind seine Opfer zappeln lässt und zubereitet. Das ist die Suppe, die den Menschen eingebrockt wird und aus der sie nicht entfliehen können. Die Welt ist voll Sturm, Hass, Krankheit, Hunger – alles, was schädlich für euch ist. Aber ich stillte Stürme, vergab den Hassern, heilte Krankheit und stillte Hunger. Und ich sagte euch: ‘nichts soll euch schaden’. Und es ist wahr, das denen, die Gott lieben und die nach seinem Willen berufen sind, ‘alle Dinge zum Guten mitwirken’. Das habe ich möglich gemacht für euch. Ich habe vollbracht, dass die Welt ihre Wirkung bei euch nicht einfach durchsetzen darf. Das ist mein Sieg über die Welt. Und das zu erkennen und vertrauend zu umarmen wird euer Sieg sein.
Der Feind sagt, diese Suppe und dieser Wind wird dir Schaden zufügen. Und ich sage: Nein! Dieser Wind schadet dir nicht. Und was er gegen dich schleudert muss sich Dir zum Guten entwickeln. Geh davon aus, dass es so ist – fürchte dich nicht.
(vgl. Lukas 10,19; Römer 8,28; 1. Johannes 5,4)