Wir sitzen in unserem Boot auf dem See.
Er hat Seinen Arm auf meiner Schulter und ich lehne meinen Kopf an Ihn an.
Ich sehe, wie unter uns die Erde aufbricht (unser Boot schwebt in dem Moment über dieser Szene anstatt auf dem See). Ein Spalt entsteht, Gestein bröckelt und bricht und aus der Tiefe quillt orange glühende Lava.
Aber Er ist nicht beunruhigt und Sein Friede bleibt.
Am Horizont ist ein zarter Streifen rosaren Lichts zu sehen. Ich schaue da hin und erkenne, wie ER auch da hinschaut. Da ist Seine Hoffnung, Seine Erwartung, die Erfüllung Seiner Pläne. Er weiß sicher und schaut dem mit froher Erwartung entgegen, dass es für Seine Geliebten eine Verwirklichung und Manifestation Seiner Liebe und Weisheit geben wird. Fülle von Heil werden sein, alles wird mit Ihm ganz gefüllt sein.
„Da bin ich auch wie ihr!“ sagt er. „Ich bin der Gott aller Hoffnung, der Gott aller Erwartung. Würde ich nicht die Erfüllung, die Verwirklichung, den Sieg über das Unheil am Horizont sehen, könnte ich nicht sein.
Der Feind hat Horden von Jägern ausgesandt, die einen Auftrag haben: Alles zu zerstören und anzugreifen und zu schlagen, was Hoffnung verspricht und was Menschen hoffen lässt.
Selbst die Regelmäßigkeit von Tagen und Nächten, euer Wetter und die Jahreszeiten hatten die Aufgabe, in euch Hoffnung zu wecken und haben euch Hoffnung gelehrt.
Für Euch gibt es jetzt – auch bei aufreißender Erde – massive reale Erwartung von Gutem. Diese vorhandene Hoffnung müsst ihr ergreifen. Darin seid ihr auch genau wie ich.“
auch ich kann ohne Hoffnung nicht sein
30 Oktober, 2007 um 8:39 (... out on the lake ...)
lieber unter Seinem Tuch
24 Oktober, 2007 um 7:51 (noch nicht eingeordnet)
In Johannes 20,7 wird nicht zufällig ein Detail von der Auferstehung Jesu berichtet, auf das Gott meine Aufmerksamkeit lenkte: Petrus schaut ins leere Grab, Jesus ist auferstanden. Petrus sieht „das Schweißtuch, das auf seinem (Jesu) Haupt war, nicht zwischen den Leinentüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem Ort.“
Ich hatte dazu den Eindruck, dass der Herr mich auf folgendes hinweist: Wir sind sein Körper und „irgendwie“ und aus verschiedenen Gründen noch nicht als der Auferstandene unterwegs, sondern liegen noch im Grab – aber kurz vor der Auferstehung. Jetzt gibt es zwei Sorten von Tüchern, mit denen die schlafende Gemeinde bedeckt ist: solche, die den Körper bedecken und später unbeachtet zur Seite geschoben werden und das auf dem „Haupt“. Letzteres wird von Jesus mit Ehre und Sorgfalt behandelt. Er faltet es extra zusammen. Dieses ist das besondere Tuch, das, welches auf dem Haupt liegt. Was darunter schläft, ist das, was mit dem Herrn zu tun hat. Was unter diesem Tuch ausharrt bis zur Auferstehung ist das, was den Herrn angeht, was seine Nähe betrifft.
Auf den Punkt gebracht: Es ist nicht unsere Aufgabe, uns mit dem Tuch ohne Ehre zu befassen und die Frage zu klären, warum die Gemeinde schläft oder tot scheint. Unsere Aufgabe ist, zu Jesus zu gehen, unter das Tuch des Hauptes zu kriechen und dort zu sein, egal ob die Gemeinde schläft, tanzt oder jubelt. Unter seinem Tuch sein ist der richtige Platz, nah an seinem Gesicht.