Die „Tür der Kinder“ ist ganz weit offen

Ich stelle mir vor, wie ich zu Jesus in das Boot steige und mich neben ihn setze. Und ich erzähle ihm, dass ich etwas verstanden habe von der Bibelstelle, die ich gerade gelesen habe:

Als Maria Dich mit dem heftig kostbaren Öl gesalbt hat, hast Du zu den Jüngern dieses Wort gesagt: „Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich habt ihr nicht allezeit“ (Joh 12,8).
Ich weiß, dass Du allezeit bei uns bist, weil Du das in Mt 18 gesagt hast: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt“.
Und dann wollte ich fortfahren, zu erklären, dass er damit betont hat, wie sehr besonders seine direkte, erfahrene, gefühlte und geliebte Gegenwart ist. Aber dazu kam ich nicht mehr- Er drehte sich zu mir und schaute mich an. In seinem Gesicht waren Wunden, es sah streng aus – etwas entstellt und es war kein Lächeln zu sehen und kein Anzeichen von Freude.
„Als ich in die Stunde dieser Leiden kam, für die ich in die Welt gekommen bin, gab es nicht viel, was meiner menschlichen Seele Trost gegeben hat. Die Verlassenheit von meinem Vater war real. Meine Freunde waren fast alle geflohen …  In einem Moment an diesem Kreuz war es, als wehte der Duft dieses Salböls zu mir. Und ich erinnerte mich an Maria, die aus Liebe von ihrem ganzen herzen das an mir getan hatte. Ich fühlte in dem Moment ihre Liebe, ihre Zuwendung, wie sehr sie beglückt war von meinem Nahsein und dass es mich gab. Es war sehr menschlich und sehr besonders und persönlich. Es war ein echter Ausdruck ihres Herzens. Sie wollte unbedingt, dass ich merke und begreife, dass ich das Beste für sie war. Ich war für sie durch nichts zu ersetzen. Sie liebte mich … es war wunderbar. Am Kreuz habe ich mich daran erinnert. Und da habe ich mich gefreut – auch für euch. Denn ich wusste ja, dass mein Leiden und Sterben eine große Tür für immer öffnen wird.“
(Ich wusste in dem Moment, dass das die „Tür der Kinder“ ist. )
„Durch sie kommen die. die gerettet wurden und ohne Opfer von Leistung und gutem Benehmen einfach zum Vater und zu mir wollen und uns liebhaben. Sie spielen vor uns und freuen sich in unserer Gegenwart. Es ist eine Tür der Liebe.“

Es gab auch eine andere Tür. Sie ist die die Tür des Rechts. Durch sie kommen viele, die die Erlösung verstanden haben und wissen, dass sie Rettung brauchen. Sie sind geliebt – so, wie die Kinder, aber sie sind sich nicht so sicher. Sie glauben es nicht wirklich. Es geht ihnen auch nicht wirklich gut. Sie wollen noch nicht klein sein und wirklich schwach. Sie halten letzte Sicherheiten, um sich Halt zu geben. Es tut ihnen nicht gut.
Ich versuchte zu verstehen, wie die beiden Türen gleichzeitig bestehen können und ob die alle wirklich gerettet sind. Die Lösung sah ich so: Die Türen sind hintereinander und die zweite Gruppe muss noch durch die „Tür der Kinder“ hindurch. Die, die das Reich Gottes nicht annehmen wie ein Kind, können nicht hineinkommen.

Jesus wandte sich wieder zu mir rüber: „Seid kleine Kinder, schnell! Sucht und wollt es, Kinder zu sein. Wählt es jetzt! Umarmt es, auch wenn ihr es nicht verstehen könnt.“

3 Kommentare

  1. Raphael sagte,

    28 Mai, 2008 um 10:37

    VERRÜCKT! ich habe gerade das lied von Jenn Johnson gehört: A little Longer! und weil mich das lied so bewegt, will ich ein kleines video mit passendne bildern machen, für meine kleingruppe. da gehts nämlich genau darum!
    ich ertapp mich leider immer wieder, wie ich mich an rechtssachen festklammer, weil ich mich nich trau loszulassen und mich in seine arme fallen zu lassen!

    was mich sehr sehr sehr freut, ist die klare eindeutige offensichtliche aufforderung am ende: sucht das! wählt es. und zwar sofort! und dann so schön kindlich: umarmt es :) wie ien kind den teddy oder die schokolade umarmt
    danke!!!

  2. ZziissyY sagte,

    29 Mai, 2008 um 3:26

    ich finde das sehr interessant, wie „menschlich“ Jesus sich in dieser Situation am Kreuz gefühlt haben muss. Ich persönlich kenne dieses Gefühl, von allen allein gelassen zu werden und auch das Gefühl zu haben, selbst bei Gott nicht ganz „durchzukommen“. Das, woran ich mich in solchen Momenten klammer, sind Situationen aus der Vergangenheit, in denen mir Gott, oder ein Mensch mir gutes getan hat.
    Jesus, der es ja nicht gewohnt war, fern vom Vater zu sein, hat es ja in genau diesem Moment erfahren müssen, wie es ist, allein zu sein und sich an schöne Momente festzuklammern…

    Es fällt mir grad richtig schwer, meine Gedanken und Gefühle dazu in Worte zu fassen. Aber ich hoffe, ihr versteht, was ich damit meine ;)

  3. Josef Sefton sagte,

    10 Juni, 2008 um 12:16

    Der Sieg Jesu Christus am Kreuz über Satan zeigt uns wie tief Unser Heiland Seine Schöpfung liebt.

    Wahrlich Jesus Christus liebt dich mit einer wunderbarer Liebe.

    Als Jesus, der gute Hirt unserer Seele, in die Stunde seiner Leiden kam, für die Er in die Welt gekommen war, benahm er sich immer Gehorsam vor Gott.

    Jetzt sitzt Jesus, in aller Herrlichkeit, am Thron Gottes im Himmel!

    Jeden Moment unseres Leben kann man ja zu Ihm sagen. Aber ehe dies möglich ist, muss man Busse tun und dies beinhaltet gutes Benehmen tun.

    Sag ja zu Jesus und du wirst von seinem Nahsein sehr gesegnet; denn unendliche Freude findet man bei Ihm.

    Gott hat uns lieb und Jesus Christus ist die Tür Seiner Liebe.

    Seid wie kleine Kinder bedeutet hungern nach Gerechtigkeit und Jesus Christus ist die Gerechtigkeit, die wir danach hungern.

    Wählt Jesus Christus jetzt zu folgen! Umarmt Jesus Christus, Dein Gott.

    Verständnis braucht man um Gott zu umarmen; denn ehe dies wahrhaftig geschehen kann, muss man Busse tun.

    Seid emsig mit dem Bibelstudium und predigt zum Vater Gott; so dass Er euch zum Christus führen kann; denn richtig ist dass diejenigen die das Reich Gottes nicht annehmen wie ein Kind, können nicht hineinkommen.

    Vielen Dank für deine tief interessante Webseite.


Einen Kommentar hinterlassen