Christliche Gegner? Wo ist Wasser?

„Johannes sagte zu ihm: Lehrer, wir sahen jemand Dämonen austreiben in deinem Namen; und wir wehrten ihm, weil er uns nicht nachfolgt.
Jesus aber sprach: Wehrt ihm nicht, denn es ist niemand, der ein Wunder in meinem Namen tun und bald darauf schlecht von mir reden kann.
Denn wer nicht gegen uns ist, ist für uns.“

Mk 9,38-40
Frage: Fühle ich mich wohler, wenn die „anderen“ mir nachfolgen (oder meiner Meinung)?
Woher kommt der Gedanke, dass es christliche Gruppen gibt, die „gegen uns“ sind? Achtung! Da ist der übeltuende Vater der Lüge, der Teufel nicht weit. Die Lösung fängt – Überraschung? – bei mir selber an: Ich achte darauf, dass ich nicht gegen „die anderen“ bin. Jesus wird da auch ganz praktisch und fährt im nächsten Vers fort:

„Denn wer euch einen Becher Wasser zu trinken geben wird aufgrund dessen, daß ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch: er wird seinen Lohn gewiß nicht verlieren“ (V. 41).
Schön, dass Jesus es anders herum formuliert, dass nämlich mir gedient wird mit Wasser, weil „ein anderer“ der Meinung ist, dass ich Christus angehöre. Das gefällt uns doch, oder?
Aber hat er nicht gesagt, dass ich die anderen so behandeln soll, wie ich von ihnen behandelt werden möchte?
„Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ Mt 7,12
„Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, tut ihnen ebenso!“ Lk 6,31

Und hier ist der Punkt: Sei Du nicht gegen den anderen, sondern schau mal, ob Du ihm irgendwie einen Becher Wasse geben kannst. Das findet der Vater im Himmel nämlich so gut, dass er sicheren Lohn zusagt.