Ich sah dieses „Bild“:
Der Herr steht in einem Bach – mit den Füßen im Wasser. Er beobachtet mit konzentriertem Blick das Wasser. Und sein Blick folgt rasch den kleinen Forellen, die aufgeregt von einem Versteck zum nächsten huschen, als wüssten sie, das sie gejagt werden. Da greift er plötzlich blitzschnell zu und fängt einen der Fische.
„Nicht im Versteck fange ich euch, sondern im Licht, in dem ihr nur kurz verweilt um im nächsten Schatten zu verschwinden.“
[Das "Licht" ist, wenn wir mal absichtlich alleine mit Ihm Zeit verbringen, im Lobpreis unser Herz geöffnet wird und wir uns Ihm zuwenden oder wenn wir eine Zeit von relativ viel Gehorsam und In-Ihm-Bleiben erleben.
Die "Schatten" sind der Zustand, in den wir uns zurückziehen aus dem Aufenthalt im Licht, wenn wir wieder zu unserem selbstbestimmten Lebensstiel zurückkehren, mit unserer Zeit machen, was wir selbst wollen und uns auch nicht vor Sünde fürchten.]
„Jeden von euch, auch die dicken Fische, werde ich aus eurer Niederlage der Sicherheit im Dunkeln aufstöbern. Ich sage es extra noch einmal: ja, auch euch dicken Fische. Wenn ihr dann im Licht seid, werden viele von euch – auch von den Kleinen – denken, dass sie sich doch sehr „verbessert“ haben, mit ihrer Sünde aufgehört haben und doch schon viel gehorsamer sind als vorher. Ihr werdet euch vergleichen mit solchen, die in euren Augen noch ungehorsamer leben als ihr. Manche von euch sind blind. Die anderen sehen sehr schlecht.
Ich werde euch halten und zu euch reden. Ich werde euch noch einmal genau sagen, was ich will, was ich tun werde, und was ihr zu tun habt. Alles andere werde ich nicht mehr dulden. Ihr wisst es doch, dass meine Güte, die ihr lange erleben durftet, dazu diente, euch zur Umkehr zu locken. Ihr habt euch meiner Güte nicht würdig erwiesen, sondern habt genau getan, wovor gewarnt wurde: ihr nahmt die Freiheit als Gelegenheit, im Fleisch zu bleiben. Erinnert ihr euch, was die ernten, die auf das Fleisch säen?
Manche ärgern sich jetzt schon und widersprechen so: „Ich habe viel Eifer bewiesen, habe Opfer gebracht, es gab sogar Frucht. Dein Urteil ist ungerecht!“
Ich werde nicht mit euch diskutieren. Noch schlimmer – und jetzt hört genau: Ich selber werde die Boten auswählen, durch die ich zu euch reden werde. Ich werde solche wählen, die in eurem Urteil nicht passend sind – ihr schaut ja auf das Sichtbare an ihnen. Aber ich schaue auf ihr Herz. Passt also auf, wenn die ungewöhnlichen und unerwarteten Boten euch ansprechen. Wer die Wahrheit nicht liebt und wer sich nicht demütigt, der wird sein Herz verhärten, nicht aufmerksam sein und nicht gehorchen. Wer darin bleibt, den werfe ich zurück in diesen Bach und überlasse ihn sich selbst. Und er wird mit allem, was in dem Bach ist, verloren gehen. Es ist Zeit, sich zu fürchten vor meinem Gericht. Wer weise ist unter euch und mich kennt, der sieht meine Liebe und meine Freundlichkeit mitten in dieser Strenge. Der darf sich auch freuen über mich und meine Rettung.
Ihr wisst, das gesagt ist, dass es Zeit ist, dass das Gericht anfange am Hause Gottes. Das Haus seid ihr und die Zeit ist jetzt.
Betet, seid wachsam und gehorcht eurem Herrn.“
Einige Bibelstellen die ich passend finde:
Jesus ist Richhter – allgemein und in der Gemeinde
Joh 5,22
Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben,…
Apg 10,42
Und er hat uns befohlen, dem Volk zu predigen und eindringlich zu bezeugen, daß er der von Gott verordnete Richter der Lebenden und der Toten ist.
Offb 2,23
Und ihre Kinder werde ich mit dem Tod töten, und alle Gemeinden werden erkennen, daß ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht; und ich werde euch einem jeden nach euren Werken geben.
1.Kor 11,32
Wenn wir aber vom Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden.
1.Petr 4,17
Denn die Zeit ist gekommen, daß das Gericht anfange beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was wird das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?
Jesus ist Herr
Röm 14,9
Denn hierzu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, daß er herrsche sowohl über Tote als auch über Lebende.
2.Tim 4,3
Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt;
[beachte, dass hier als Fehler beschrieben wird, dass Menschen ihre Lehrer auswählen nach dem Maßstab, was sie angenehm finden]
Vorsicht vor Beurteilungen nach dem “Offensichtlichen”
Joh 7,24
Richtet nicht nach dem Schein (Sehen, Ansehen, Aussehen, Gesicht), sondern richtet das gerechte Gericht.
Lk 20,21
Und sie fragten ihn und sagten: Lehrer, wir wissen, daß du recht redest und lehrst und die Person nicht ansiehst, sondern den Weg Gottes in Wahrheit lehrst.
Gal 2,6
Von denen aber, die in Ansehen standen – was immer sie auch waren, das macht keinen Unterschied für mich, Gott sieht keines Menschen Person an …
Kol 3,25
Denn wer unrecht tut, wird das Unrecht empfangen, das er getan hat; und da ist kein Ansehen der Person.
Jak 2,1
Meine Brüder, habt den Glauben Jesu Christi, unseres Herrn der Herrlichkeit, ohne Ansehen der Person!
Röm 2,4-11
4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, daß die Güte Gottes dich zur Buße leitet?
5 Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,
6 der einem jeden vergelten wird nach seinen Werken:
7 denen, die mit Ausdauer in gutem Werk Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen, ewiges Leben;
8 denen jedoch, die von Selbstsucht und der Wahrheit ungehorsam sind, der Ungerechtigkeit aber gehorsam, Zorn und Grimm.
9 Bedrängnis und Angst über die Seele jedes Menschen, der das Böse vollbringt, sowohl des Juden zuerst als auch des Griechen;
10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen.
11 Denn es ist kein Ansehen der Person bei Gott.